< zurück

Workshop "hindernisfreie Bauten"

Im Workshop "hindernisfreie Bauten" steht die Selbsterfahrung von alltäglichen Hindernissen für Menschen mit Behinderungen im Hochbau im Zentrum. Die Teilnehmenden verbinden diese Praxiserfahrungen mit den Grundlagen aus der SIA-Norm 500 "hindernisfreie Bauten". Der Workshop beleuchtet Hindernisse zum Beispiel im Wohnungsbau und bei öffenlichen Bauten wie Verwaltungsgebäuden und Alters- und Pflegeheimen. Er findet in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Hindernisfreies Bauen Kanton Bern statt.

 

© changeamble – Markus Däppen

 

Selbsterfahrung in Kleingruppen und Austausch mit Experten

 Drei Workshop-Teilnehmende folgen mit aufgesetzter Simulationsbrille den Erklärungen der Expertin mit Sehbehinderung zum Thema Kontraste. Vor ihnen ist ein Tisch zu sehen, auf welchem Tür- und Haltegriffe sowie andere Haushalts-Bedienelemente zu sehen sind, die in verschiedener Ausführung auf weissen, schwarzem oder rotem Untergrund liegen.

© changeamble – Markus Däppen

Seheinschränkungen

Gute Kontraste ermöglichen die Orientierung für Menschen mit Sehbehinderungen. Sei dies bei Armaturen, Beschriftungen, in der farblichen Gestaltung der Räume, bei der Markierung von Treppen oder bei Geräten. Die Komplexität, die sich aus der Kombination von Beleuchtung, Farbwahl und Reflexionen ergeben, ist sehr gross. Die Praxiserfahrungen ermöglichen wertvolle Erkenntnisse für die Umsetzung der Anforderungen im Berufsalltag.

 
 Workshop-Teilnehmende im Altersanzug ertasten verschiedene Armaturen für Bad und Küche.

© changeamble – Markus Däppen

Einschränkungen im Alter

Altersanzüge ermöglichen die Erfahrung von eingeschränktem Bewegungsvermögen, Sehfeld und Gehör. Diese Kombination macht das Wahrnehmen der Umgebung und das Sich-Bewegen schwierig. Die Bedienung von Armaturen wird zur Herausforderung. Elemente wie Badewannen werden zum kaum überwindbaren Hindernis. Im Austausch werden Lösungsansätze diskutiert.

 Ein Worshop-Teilnehmer im Rollstuhl fährt eine aufgebaute Rampe hoch und wird von seinem Kollegen hinten gesichert. Die Expertin im Rollstuhl schaut zu. Hinten wartet die nächste Gruppe auf die Übung.

© changeamble – Markus Däppen

Mobilitätseinschränkungen

Bereits kleine Schwellen und Rampen werden zum Hindernis, wenn man sich im Rollstuhl oder mit dem Rollator fortbewegt. Unterschiedliche Bodenbeläge erleichtern oder erschweren die Bewegungsfreiheit im Rollstuhl. Bedienelemente sind teils kaum erreichbar.